Pollen


Biene mit gesammelten Pollen an den Beinchen
Biene mit gesammelten Pollen an den Beinchen

Pollen ist der wichtigste Eiweiß-Lieferant für Bienen. Ohne Pollen könnten die Bienen ihren Nachwuchs nicht großziehen.

Bienen tragen den Pollen an den Hinterbeinen in so genannten Pollenhöschen in den Stock ein. Was nicht gleich verzehrt wird, wird in Wabenzellen eingelagert. Bei einem Blick auf eine Wabe fallen diese Zellen meist sofort auf: Sie sind farbig. Jeder Pollen hat seine eigene, charakteristische Farbe. Am eingelagerten Pollen kann man die aktuelle Trachtpflanze erkennen.

Falls die Bienen den Pollen längere Zeit einlagern wollen, so fügen sie Sekret aus den Speicheldrüsen und Honig hinzu. Der Pollen wird regelrecht in die Zellen gestampft. Eine Schicht Honig deckt den gestampften Pollen ab. Der Pollen wird durch diese Lagerung aufgeschlossen und leichter verdaulich. Gleichzeitig wir der Pollen durch eine Milchsäuregärung konserviert, ähnlich unserem Sauerkraut. Diesen Pollenvorrat nennt der Imker Bienen- oder Pollenbrot oder auch Perga.

In der Imkerei kann eine spezielle Vorrichtung, eine sogenannte Pollenfalle, am Eingang (Flugloch) eines Bienenstockes angebracht werden. Dies ist im Wesentlichen ein Gitter durch das sich die heimkehrenden Flugbienen zwängen müssen, wobei sie ihre "Pollenhöschen" verlieren (abstreifen). Die Pollenklümpchen fallen dabei in ein Auffanggefäß, das in der Regel zweimal am Tag geleert wird.