Asiatische Hornisse (Vespa velutina) 

 

Die Asiatische Hornisse breitet sich inzwischen auch in Nordrhein-Westfalen aus. Sie gilt als invasive Art und kann heimische Insekten – besonders Honigbienen – gefährden. Seit März 2025 ist sie in der EU als „etablierte Art“ eingestuft.

Verhalten & Vorsicht

Die Asiatische Hornisse ist für Menschen nicht gefährlicher als heimische Hornissen, reagiert aber sehr wehrhaft, wenn ihr Nest gestört wird.
Besondere Vorsicht bei:

  • Hecken- und Baumschnitt

  • Arbeiten im Freien

  • Nähe von Schulen, Kitas, Spielplätzen

  • Reifem Obst (z. B. Trauben) im Spätsommer

Erkennungsmerkmale

  • kleiner als die Europäische Hornisse

  • überwiegend schwarz

  • orangegelbes Band am Hinterleib

  • orangefarbenes Gesicht

  • gelbe Beine

  • typischer „schwebender“ Flug

Nester

Die Art baut zwei Nesttypen:

  • Primärnest (Frühjahr): klein, in Bodennähe, z. B. Schuppen, Sträucher

  • Sekundärnest (Sommer): groß, meist hoch in Baumkronen; bis zu 1 m groß und mehrere tausend Tiere

Achtung: Sekundärnester können auch niedrig in Hecken oder Gebäuden vorkommen.

 

Was tun bei einer Sichtung?

  1. Abstand halten – nicht annähern oder stören!

  2. Sichtung melden und dokumentieren!

    → Imkerverein Bocholt, Jörg Werner (Tel. 02871-2740265 oder [email protected]
    → Wichtig: Bitte Fotos der Hornisse oder des Nestes der Email anhängen

  3. Nester nie selbst entfernen!
    → Nur Fachleute beauftragen 
    → Nester, die der Imkerverein mit seinen technischen Mitteln erreichen kann, werden kostenlos entfernt
    → Naturschutzbehörden greifen nur in besonderen Fällen ein.

 

Wichtig: Die heimische Europäische Hornisse ist geschützt – ihre Nester dürfen nicht ohne Genehmigung entfernt werden.